Henrik Jacob

Zeichnungen und Objekte

27. 01. - 19. 02. 2006

Eröffnung am Freitag, 27. 01. 2006 um 19 Uhr


 

WALDEN - KUNSTAUSSTELLUNGEN - BERLIN


Eine Ausstellung zu den Themen: Künstleralltag, Wörter und Linien und Was passiert mit den Sachen die keiner mehr braucht?

Henrik Jacob arbeitet mit Haufenstrukturen. Zeichnungen mit Edding und Buntstift (Serien „Wedding in Edding“ und „Portraits zum Reinbeissen“) werden kombiniert mit Wandreliefs und Plastiken aus schwarz/weisser Knetmasse, die sich mit Lebensbereichen wie: WELTPOLITIK, LIEBE, SPORT, BAUMARKT (Fliesen, Bäder Küchen), GELDMANGEL und STROMRECHNUNGEN auseinandersetzen. In der Installationsanordnung zählt das Ganze soviel und sowenig wie jeder einzelne Teil. Der Betrachter fügt die Schnipsel beim Umherwandern als Erinnertes zusammen und nimmt sein eigenes Ranking vor. Ohne ihn bleibt alles im Dunklen.

Fragen: Ist die Erinnerung schwarz/weiss? Was geht in der Kunst gar nicht und was geht gerade noch? Wieviel Linien und wie viel Wörter braucht eine gelungene Zeichnung

Henrik Jacob macht das Öffentliche privat und nicht das Private öffentlich. Amtliche Briefe bergen das größte Risiko für einen gemütlichen Nachmittag mit Stollen. Was lustig wirkt kann ganz schön traurig sein oder einfach auch nur gar nicht lustig. Alle müssen sparen.

Bisherige Arbeitsthemen: Dean Reed und vergessene Sänger des Ostens. Shooting Gallery- Erfundene deutsche Geschichte zum Weitersagen



Henrik Jacob:

5 Zeilen zu meiner Arbeit

1 Mittelpunkt meiner Arbeit ist ein Bilderhaufen, in dem das Vergessene wichtiger ist als das 2 Sichtbare. Nur hier ist der Reichstag so groß wie der Rasenmäher meines Vaters. An den 3 Rändern des Haufens erscheint meine ordnende Hand, die alles in verschiedene Eimer kehrt. 4 Es erscheint mir notwendig, die einzelnen Bilder gegeneinander antreten zu lassen, damit sie 5 so ruhig werden wie zwei gleich starke Boxer. Die Ruhe ist der Platz zwischen den Bildern.

 

 


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