Markus Krieger
Ereignisdichte: 2,1

7. 3. - 30. 3. 2003

Ereignisdichte:2,1 ist eine konzeptuelle Ausstellung, die mit den vielschichtigen Perspektiven auf das Phänomen Raum und deren Vermischung in der subjektiven Wahrnehmung arbeitet. Das Material der Arbeiten sind Raumbereiche und Raumelemente an sich, die anhand eines Koordinatensystem und Lageplan beschrieben werden und durch ihren Titel eine inhaltliche Aufladung erfahren.

Die Schilder mit den Titeln werden am Eingang der jeweiligen Ausstellungsräume plaziert, in den Räumen ist der Ursprungspunkt des jeweiligen Koordinatensystems an die Wand gemalt und ein Lageplan beschreibt die Lage der Arbeiten bezüglich des Koodinatenursprungs.

Bei Ereignisdichte: 2,1 gezeigte Arbeiten:

Singularität: Ein in 1,30m Höhe befindlicher Raumpunkt.

Welt 1, Welt 2: Zwei nebeneinanderliegende ähnlich große Raumquader

(Welt 1: l 2,90m x b 1,20m x h 0,95m; Welt 2: l 2,75m x b 1,15m x h 1,00m)

-5min,( Ereignis 1): Es wird ein Raumbereich in seiner örtlichen und zeitlichen Ausdehnung (l 0,1m x b 0,1m x h 0,1m x r t 10s) beschrieben, der an einer ihm zugewiesenen Stelle 5min vor Jetztzeit existierte.

+5min, (Ereignis 2): Es wird ein Raumbereich in seiner örtlichen und zeitlichen Ausdehnung (l 0,1m x b 0,1m x h 0,1m x r t 10s) beschrieben, der an einer ihm zugewiesenen Stelle 5min nach Jetztzeit existieren wird.

 





WALDEN - KUNSTAUSSTELLUNGEN



Markus Krieger wurde 1969 in Weiden i. d. Opf. geboren. Lebt und arbeitet seit 1990 in Berlin; 1993-94 Organisation des Kunstsalons „7“ zusammen mit Anna Jakupowic und Jeremy Clarke; Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Architekten Sebastian de Saram und dem Musiker Michael Groß (u.a. Ensemble Modern, Klangforum Wien); 1998-99 Manager der Künstlergruppe High Five (u.a. Wiebke Maria Wachmann, Birgit Dieker, Nicki Elbe); Arbeitsaufenthalte u.a. 1996 in Wien, 1998 in Zürich; 1996 Atelierstipendium Hooghuis Arnhem (Niederlande)


 

 

 

 

 

 

Für die exakte Beschreibung der Arbeiten ist zunächst eine willkürliche Definition des Bezugssystems mit Ursprungspunkt notwendig. Um gedacht werden zu können, bekommt das eigentlich schwer greifbare Phänomen Raum hier einen Ort zugewiesen, den es eigentlich nicht hat. (Ort ist eine Beschreibung von materiellen Gegenständen im Raum im Bezug zu anderen Gegenständen. Raum durchdringt die Dinge und macht als Grundbedingung diese möglich). Bei der Ausstellung Ereignisdichte:2,1 bekommt Raum mit seinem Ort eine Eigenschaft von Materie, eine Vermischung wie sie auch bei architektonisch wahrgenommenen Räumen mit Raumstrukturen (Sichtachsen, Innenräumen) und materieller Begrenzung (Wände, Straßenkanten) anzutreffen ist.

Bei Welt 1 und Welt 2 werden die Raumbereiche über ihre (hier aber) immateriellen Grenzen definiert. Grenze als Form, dazwischen Raum als individuelle Projektionsfläche von Möglichmachung. Eine Ansammlung von (realen und potentiellen) Ereignissen, Welt als individuelle Perspektive darauf.

Singularität ist, als scheinbar willkürlich festgelegter Raumpunkt, im Ausstellungs-raum ganz bewußt plaziert und spielt mit der Anmaßung von Einzigartigkeit. Eine Konzentration auf das kleinste, einer zu nichts komprimierten Einheit. Im realen Raum schwer greifbar hat sie einen präzisen Ort: jetzt.

-5min und +5min sind zwei exemplarisch herausgestellte Liter Raum. Deren zeitliche Länge von 10 sec. gibt Raum für eine Vorstellung der dortigen Ereignisse vor bzw. in fünf Minuten. Beide Ereignisräume simulieren in der Imagination die nicht vorhandene Symetrie zwischen Vergangenheit und Zukunft. Verschiedene Möglichkeiten von Geschehen in der Vergangenheit als auch eine determinierte Zukunft scheinen denkbar. Eine Manipulation durch die Besucher ist nicht ausgeschlossen.

 

    

Einzelausstellungen

1999 Contact:c4 / Galerie Meinblau, Berlin

1996 Galerie Hooghuis Arnhem, Niederlande

1995 Galerie Augustus, Berlin

1995 Hochzeitsraum, Berlin

 

Gruppenausstellungen / Festivals

2002 Fraktale III, U-Bahnhof Reichstag, Berlin

2002 Hicetnunc, Villa Manin di Passariano, Italien

2001 Fraktale II, Galerie Meinblau, Berlin

2001 repeat...while, Galerie im Park, Bremen

2001 Kosmos im Kopf, Landesmuseum für Technik und Arbeit, Mannheim

2000 Festival of Vision, Hong Kong

2000 arti visive 3, Bienale Genua

2000 z2000, contact:c4 / Akademie der Künste, Berlin

2000 Kosmos im Kopf, Deutsches Hygiene-Museum, Dresden

1999 Art-On, Berlin

1997 1997... Forum, Labor, Köln

1997 Tiefenrausch, aktions galerie, Berlin

1997 Festival junger experimenteller Berliner Kunst, Postfuhramt, Berlin

1996 Internippes, Köln

1996 Kunstmitte-Festival, Berlin

1995 aktions galerie, Berlin

1995 220 volt message, Galerie Hooghuis Arnhem, Niederlande

1994 aktions galerie, Berlin

1995 - 2005 LOCATION

 
another street in berlin
import transport  
Ehrlich sein II
ZENTRAL AM RAND
cut`n paste
flexible Beständigkeit
N.u.F.
I. Berliner Kunstsalon
Nichts außer Zeichnungen
waldesrauschen
border tv: mädchen und tiere
Venus Videos
the return of the thing thinks
friends forever
PAST IMP**FEKT
Ausflug
Arbeitswelt
Depressionismus
trailerpark
stars on cd-r
ereignisdichte: 2,1
BEING ALASKA BOY
Manfred Michl
o.T. ( zu vermieten )
home is where the laser hits
Jubiläumsausstellung
ex cabina
Botschaft der Vereinten Nationen Utopias
Packband
"music of the waifs and strays"
PUNKT UM
Festlegung
Klanginstallationen
Arbeiten
HIGH FIVE
out ( and about )
"music of the waifs and strays"
Neuköllner Abend
HEDGES
1000 Gerichte zwischen 8 u. 15 mark
Z2000
MOODS
gloria
mikrozep
for successful living
das Computer ensemble spielt
Idyllenforsschung
und... was noch
dort wo die meisten Gummistiefel draußen stehen
Wanderer
Eingriffe im Raum
möglich
Skulptur für Idioten
Laula Lintu Laula
ceterum censeo
Ozewizewozewizewallakristallakritzeezewizewozewizewiswiswiswis
Eigelb, Schweiß und Schuhcreme
Plan Birkenau Stadium
Maasnamen
Dschungelbilder
spring
rauskanten
end l ich
BEWEGUNG NURR
Provinz 3x2
Flirren I-IV
Berliner Weiße



Kastanienallee 86, 10435 Berlin
tel 0049 30 46793555



mailto: Reinhold Gottwald




Öffnungszeiten: Fr. Sa und So
16-20 Uhr
und nach Vereinbarung

 
nnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnhomennnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn